Dienstag, 1. Juli 2014

Besuch im Rosendorf Steinfurth Juni 2014

Nach mehr als zwei Jahren Pause hatte ich wieder die Gelegenheit, das Rosendorf Steinfurth bei Bad Nauheim zu besuchen. 
Die erste Station war die Freifläche und das Verkaufshaus der Rosen Union. Hier hat sich seit meinem letzten Besuch viel getan. Die meisten Rosen im Freiland präsentieren sich in bester Form und es gibt ein neues Glashaus mit Laden und Cafébereich.
Zunächst eine alte Bekannte, die als Fotomodell einfach unwiderstehlich ist - die Eden Rose 85. Im kalten Klima meines Gartens leider nicht dauerhaft, aber in wärmeren Gegenden einfach ein Traum von einer Rose! 




Hinter dem prächtigen Strauch der "Eden Rose 85' das große Verkaufsgewächshaus der Rosen Union. 
Hier einige Sorten, die mir besonders ins Auge gefallen sind:

Edelrose 'Chippendale' (Tantau)  Foto© Barbara Ehlert 2014 
Beetrose 'Dr. Hermann Schulze-Delitzsch Foto© Barbara Ehlert 2014 

Bodendeckerrose 'Gaby Cover' Foto© Barbara Ehlert 2014 

Englische Rose 'James Galway' Foto© Barbara Ehlert 2014 
Die zweite Station war die älteste deutsche Rosenschule in Steinfurth, Rosen Schultheis - spezialisiert vor allem auf alte Rosen. Hier kann man viele alte Schätze finden. 

Eingang Rosenhof Schulheis Foto© Barbara Ehlert 2014 

Schaugarten Rosenhof Schultheis Foto© Barbara Ehlert 2014  
Historische Rose Tuscany (Superb?) Foto© Barbara Ehlert 2014 

Historische Polyantharose 'Heinrich Karsch' Foto© Barbara Ehlert 2014 

Ein paar Schritte weiter zum Rosenpark Gönewein, jetzt Dräger. Ein Schaugarten in perfektem Pflegezustand. So können Rosen aussehen, wenn von klimatischen Bedingungen, Schnitt, Düngung und Pflanzenschutz alles auf dem optimalen Stand ist - in den wenigsten Fällen werden die Rosen daheim im Garten so makellos aussehen wie in diesem Schaugarten. Wunderschön um die Sorten in voller Entfaltung zu bewundern...
Rosenpark Dräger ehem. Gönewein Foto© Barbara Ehlert 2014 

Schaugarten Dräger/Gönewein Foto© Barbara Ehlert 2014 

Beetrose 'Kurfürstin Sophie' Foto© Barbara Ehlert 2014 

Strauchrose 'Hans Gönewein'  Foto© Barbara Ehlert 2014 

Edelrose 'Jean Piat' Foto© Barbara Ehlert 2014 

Ramblerrose 'Perennial Blue' Foto© Barbara Ehlert 2014 

Nach dem perfekt gepflegten Schaugarten Dräger/Gönewein ein Kontrastprogramm: Rundgang durch eine Naturoase, den Garten und Innenhof des Gartenhofs Löw zu Steinfurth.

Foto© Barbara Ehlert 2014 

Foto© Barbara Ehlert 2014 


Foto© Barbara Ehlert 2014 

Foto© Barbara Ehlert 2014 

Foto© Barbara Ehlert 2014 

Letzte Station für diesen Besuch - etwas außerhalb des Dorfes gelegen, aber sehr lohnenswert: Die biologisch wirtschaftende Rosengärtnerei Ruf. Charakteristisch und von hohem Wiedererkennungswert für alle Besucher ist die Gänsefamilie im Verkaufsgelände. Bei Ruf stehen vorwiegend robuste und blattgesunde Sorten im Verkauf, die auch ohne Einsatz von chemischem Pflanzenschutz gut gedeihen.


Foto© Barbara Ehlert 2014 
Foto© Barbara Ehlert 2014  
Foto© Barbara Ehlert 2014 
Foto© Barbara Ehlert 2014  
Foto© Barbara Ehlert 2014 
Rosa rugosa 'Wild Eagle' Foto© Barbara Ehlert 2014 

Beim nächsten Besuch in Steinfurth muss ich unbedingt in der Rosenschule Weihrauch vorbeischauen, was diesmal zeitlich nicht mehr geklappt hat. Leider war das Auto so voll geladen, dass nicht ein einziger Topf mit einer Rose mehr hinein gepasst hätte…aber alle Kataloge liegen nun zuhause und warten auf eine ruhigere Zeit. Der Katalog der Rosen Union und der von Rosen Ruf bieten gute Informationen zur Gesundheit der einzelnen Sorten an, bei Schultheis sind besonders robuste Rosen mit einem "A" als Anfängerrose gekennzeichnet. Alle diese Rosengärtnereien bieten Onlineversand an.


Montag, 21. April 2014

Buchempfehlung: Garten Reiseführer Schweiz



Die Schweiz steht bisher nicht wirklich im Fokus von Gartenreisenden - zu Unrecht, wenn man durch den neuen Garten Reiseführer Schweiz blättert.
Der deutsche Gartentheoretiker Christian Cay Lorenz Hirschfeld schrieb nach seiner Reise 1783: "Weil sich die Natur so mild gegen sie Schweizer beweistet, so folgen sie auch ihrem Wink. Ihre Gärten sind fast durchgehends Schauplätze wahrer natürlicher Schönheiten, entfernt von leeren Zierraten und kleinen Künsteleien. Ausgedehnte Aussichten, die schönsten Wiesen in der Nähe rings umher, viel springendes Gewässer, Fruchtbäume, Weinreben, zuweilen ein Blumenbeet, erhöhete Rasensitze, von welchen das Auge Frey in die umherliegende Gegend schweifen kann, einige schattige Lauben, nur selten eine Statue…
Aus einem Brief von Goethe stammt das Zitat "Wenn man einen rechten Park sehen will, so muss man nur vier Wochen in der Schweiz umher ziehen" (Aus dem Vorwort von Peter Paul Stöckli)
Mit diesem Gartenreiseführer, der Anfang 2014 erschienen ist und bereits jetzt als zweite Auflage erscheint, hält der an Gartenbesuchen interessierte Reisende einen informativen, kompakten Führer durch das Gartenland Schweiz in der Hand.
Die Gartenjournalistin und Zeithistorikerin Sarah Fasolin hat während sechs Monaten 380 Gärten in der Schweiz besucht, von denen sie 300 für den Garten Reiseführer  Schweiz porträtiert hat.
In dieser Auswahl ist das ganze Spektrum der Schweizer Gartenkultur vertreten, vom winzigen Künstlergärtchen bis zum 120 Hektar umfassenden Arboretum.
Vom Renaissance-Garten bis zum modernen Garten reicht der historische Bogen, von traditionsreichen Schloss-, Kloster- und Bauerngärten bis zu neuen Gartenformen wie Gemeinschaftsgärten und Urban Gardening. Es gibt Gärten im Flachland und Gärten in 2000 Meter Höhe zu besichtigen. Auch viele Privatgärten werden in dem Buch vorgestellt. Diese sollte man aber nur nach telefonischer Vereinbarung, keinesfalls aber ohne Ankündigung besuchen.
Kurze Einführungstexte zu den einzelnen Kantonen informieren über die Besonderheiten der Schweizer Gartenkultur.
Sehr besondere Gärten sind zum Beispiel der "Panzerhöckergarten Frick", eine als Gartenterrain umgestaltete Panzersperre aus dem zweiten Weltkrieg. Er wird von zwei Familien bewirtschaftet die diese Parzellen von der Schweizerischen Eidgenossenschaft gepachtet haben und auf einer Länge von etwa 200 Metern die Flächen zwischen  den Panzerhöckern mit Blumen und Gemüse bepflanzen. Auch das Enea Baummuseum in Rapperswil-Jona ist eine einzigartige Anlage.
(Garten) Reisender, fährst du in die Schweiz…dann nimm diesen Reiseführer mit. Das werde ich auf jeden Fall tun und durch diesen Band angeregt einige Reisen zu den Schweizer Gärten planen.







Sarah Fasolin
300 Gärten und Parks
Unter der Mitarbeit von Markus Häfliger
2. Auflage 2014 ( 1. von 2014 vergriffen). 416 Seiten.
250 Farbfotos und 24 Karten. 13,5 x 21 cm, Klappenbroschur
€ [D] 19,95 / €[A] 20,60 / sFr. 28.50
ISBN: 978-3-7667-2043-6
Auch erhältlich als App für iPhone/iOS 7

Zur Webseite von Sarah Fasolin:  www.gartentexte.ch


Freitag, 18. April 2014

Garten Ulbrich in Solingen

Der Garten Ulbrich in Solingen ist  - noch - eine Art "Geheimtipp".  Kein Gartenliebhaber wird in die Gegend fahren ohne den Garten Janke zu besuchen, ja wird sogar extra deswegen eine lange Fahrt in Kauf nehmen. Als zweites steht dann vermutlich das Gartenmuseum und der Park von Schloss Benrath in Düsseldorf auf dem Programm, und für den (kurzen) Weg nach Solingen reicht die Zeit dann nicht mehr…
Beinahe wäre es mir auch so gegangen, da schrieb mir Marcus Vogel "Wir sind auch nicht weit weg…" und brachte mir den Garten Ulbrich wieder in Erinnerung - zum Glück!
Denn dieser Garten ist absolut einen Besuch wert. Obwohl es noch sehr früh im Jahr war, gab es doch in allen Ecken schon blühende Pflanzen - Osterglocken, Bergenien, Helleborus, Stiefmütterchen und Hornveilchen…
Besonders gut haben mir auch die blühenden Korkenzieherhasel gefallen, von denen es im Garten Ulbrich mehrere stattliche Exemplare gibt. 


Im Garten Ulbrich werden Gartenträume wahr  Foto©Barbara Ehlert

Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass es völlig verschiedene Bereiche gibt - elf Gartenzimmer gibt es inzwischen, und wie in einem Haus sieht man von dem einen Zimmer aus nicht in die anderen - nur so in etwa, wo man jetzt weiter gehen könnte. 
Es gibt Bereiche, die sehr natürlich anmuten wie der Schattengarten und der Teichgarten und einige, die sehr formell angelegt sind. Hier ist für nahezu jeden Geschmack etwas dabei und man kann sich viele Anregungen für den eigenen Garten holen. Der Klostergarten mit seiner nachgebauten Ruine mit manchem mittelalterlichen Fundstück ist wohl der aufwändigste Teil der Anlage gewesen.
Von der Bepflanzung des "schwarzen Gartens" kann man sich schon leichter etwas abschauen.


Ein großer Engel steht im Eingangsbereich unter dem Rosenbogen Foto©Barbara Ehlert

Eingang zum Cottage - Garten im Garten Ulbrich  Foto©Barbara Ehlert 

Foto©Barbara Ehlert

Der Eingang zum Klostergarten, Garten Ulbrich  Foto©Barbara Ehlert 

Der Parterre - Garten im Garten Ulbrich  Foto©Barbara Ehlert


Foto©Barbara Ehlert
Foto©Barbara Ehlert

Blühender Korkenzieherhasel im Garten Ulbrich  Foto©Barbara Ehlert

Teichgarten im Garten Ulbrich  Foto©Barbara Ehlert


Für Liebhaber von dekorativen Objekten im Garten gibt es viel zu sehen und auch zu erwerben

Foto©Barbara Ehlert

Foto©Barbara Ehlert

Foto©Barbara Ehlert

Foto©Barbara Ehlert

Eines der alten Gewächshäuser wird als  Ausstellungs- und Verkaufsfläche genutzt - hier kann man wunderbar stöbern…

Foto©Barbara Ehlert

Foto©Barbara Ehlert

Foto©Barbara Ehlert

Foto©Barbara Ehlert


Bei so vielen schönen Details fällt es schwer, sich loszureissen und den Heimweg anzutreten! Besonders am Abend wird das Licht so schön, dass man am liebsten einfach an einem lauschigen Plätzchen sitzen bleiben möchte, bis es dunkel wird.
Ein Blick zurück auf das schmiedeeiserne Tor mit dem "Topfgarten" aus alten Tontöpfen…

Foto©Barbara Ehlert


Der Garten Ulbrich steht auf jeden Fall wieder auf meinem Programm - ich möchte doch die Tulpen blühen sehen…und die Rosen! Und die neuen Pflanzungen die sich Thorsten und Marcus wieder haben einfallen lassen…


Die Adresse und Öffnungszeiten finden sich auf der neuen Webseite von
Garten Ulbrich 
Der Eintritt in den privaten Garten beträgt drei Euro, welche bei einem Einkauf ab 20 Euro vergütet werden. Freier Eintritt an den Tagen  "Offene Gartenpforte" (Termine auf der Webseite) 






Sonntag, 23. März 2014

"Frühling in den Stauden" in Illertissen

Die Staudensaison ist eröffnet - am Samstag den 22.03 lud die Staudengärtnerei Gaissmayer zum traditionellen "Frühling in den Stauden". Das Wetter spielte zumindest am Vormittag noch gut mit, so dass die Besucher sich an den zahlreichen Frühlingsblühern erfreuen konnten. Gut besucht waren auch die Vorträge im großen Glashaus des Museums der Gartenkultur, und im Café war drinnen zeitweise kaum mehr ein Stuhl zu ergattern. Man erinnere sich: Im letzen Jahr um diese Zeit war es bitter kalt und die Vegetation noch im Wintermodus. Dafür schneit es heute, einen Tag später, zumindest im Allgäu wieder.


           Milchstern (Ornithogalum), Schneeglanz und Puschkinien in einer Kiste gepflanzt 


        Anemone blanda 'White splendor' in einer fröhlichen Kombination mit gelben Tulpen 


          Krokusse satt -  die Sorte 'Yala' wirkt durch ihre Zweifarbigkeit besonders interessant 


               Gelbbunte Kaiserkrone (Frittilaria imperialis 'Aureomarginata') - auffallend,
               aber sicher nicht leicht zu kombinieren


                                              Ein interessantes Pfingstrosensortiment






Das "Laboratorium" ist ein spannender Bereich des Schaugartens, in dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt. 


Zum Beispiel dieses Mal die Narzisse 'Cassata' - ob sie sich wohl bewährt? 



Etwas 'Shabby Chic' auf dem Weg zum "Café Sonnenschein


…das zur Zeit mit vielen Zwiebelblumen dekoriert ist.




Ein Besuch im Museum der Gartenkultur steht auch bald wieder an: am 12.04. öffnet die neue Ausstellung mit dem Thema "Künstlicher Regen - die Geschichte der Gießgeräte" mit etwa 800 historischen Exponaten. 
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